Ihre Entscheidungshilfe für die Gebäudesanierung

Der schweizweit einheitliche Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) bewertet die Qualität der Gebäudehülle und die Gesamtenergieeffizienz der Gebäudetechnik. Der GEAK Plus beinhaltet zudem einen Beratungsbericht mit Varianten von energetischen Sanierungen.

Der GEAK kann auf Wohngebäude, Verwaltungs- und Schulbauten, Hotels, Verkaufsflächen, Restaurants sowie Mischnutzungen angewendet werden.

Der GEAK besteht aus der jeweils gültigen Version der GEAK Normierung

Freiwilligkeit

Der GEAK ist grundsätzlich freiwillig. Gewisse Kantone sehen ein GEAK-Obligatorium bei Hand­änderungen oder Heizungsersatz vor. Sie finden die detaillierten Informationen hierzu bei den Energiefachstellen der Kantone.

Die Energieetikette

Der GEAK beurteilt zwei Merkmale anhand der Energieetikette:

Die Effizienz der Gebäudehülle

Die Effizienz der Gebäudehülle beschreibt die Qualität des Wärmeschutzes der Gebäudehülle. Diese beinhaltet die Wärmedämmung von Wand, Dach, Böden und Fenstern. Ebenfalls einbe­zogen werden Wärmebrücken (z.B. Balkone) und die Gebäudeform.

Die Effizienz der Gebäudehülle ist die wichtigste Grösse zur Beurteilung des Wärmebedarfs eines Gebäudes.

Die Gesamtenergieeffizienz

Die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes umfasst neben dem Heizwärmebedarf auch die Gebäudetechnik – sprich die Wärmeerzeugung inklusive Warmwasser – sowie den Elektrizitäts­bedarf und die Eigenstromproduktion. Die eingesetzten Energieträger werden gewichtet: Kommen erneuerbare Energien zum Einsatz, führt dies zu einer besseren Bewertung.

Berechnungsmethodik

Mit Hilfe des GEAK Online Tools beurteilt ein GEAK Experte die energetische Qualität der Gebäudehülle und den gesamten Energiebedarf des Gebäudes in sieben Klassen (A bis G).

Typische Merkmale der GEAK-Klassen sind:

  Effizienz der Gebäudehülle Gesamtenergieeffizienz
A Hervorragende Wärmedämmung (Dach, Fassade, Keller), Fenster mit Dreifach-Wärmeschutzverglasungen (z.B. Minergie-P). Hocheffiziente Gebäudetechnik für Heizung und Warmwasser, effiziente Beleuchtung und Geräte, Einsatz erneuerbarer Energien und Eigenstromerzeugung (z.B. Minergie-A).
B Gebäude mit einer thermischen Gebäudehülle, die den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Gebäudehülle und Gebäudetechnik im Neubaustandard, Einsatz erneuerbarer Energien (Beispiel Minergie Systemerneuerung)      
C Altbauten mit umfassend erneuerter
Gebäudehülle (Beispiel Minergie Systemerneuerung).
Umfassende Altbausanierung (Wärmedämmung und
Gebäudetechnik), meist kombiniert mit erneuerbaren Energien.
D Nachträglich gut und umfassend gedämmter Altbau, jedoch mit verbleibenden Wärmebrücken. Weitgehende Altbausanierung, jedoch mit deutlichen Lücken oder ohne den Einsatz von erneuerbaren Energien. 
E Altbauten mit Verbesserung der Wärmedämmung, inkl. neuer Wärmeschutzverglasung. Teilsanierte Altbauten, z.B. neue Wärmeerzeugung und evtl. neue Geräte und Beleuchtung.
F Gebäude, die teilweise gedämmt sind. Bauten mit einzelnen neuen Komponenten (Gebäudehülle, Gebäudetechnik, Beleuchtung etc.)
G Altbauten ohne oder mit mangelhafter nachträglicher Dämmung und grossem Sanierungspotenzial. Altbauten mit veralteter Gebäudetechnik und ohne Einsatz erneuerbarer Energien, die ein grosses Verbesserungspotenzial aufweisen.

Download Broschüre

In der Broschüre finden Sie alle Informationen zum GEAK zusammengefasst.