Jubiläum und Interview

Liebe GEAK-Familie

Der Gebäudeenergieausweis der Kantone ist eine Erfolgsgeschichte. Zehn Jahre nach dem GEAK-Programm des Bundesamtes für Energie und fast fünf Jahre nach der Gründung des Vereins GEAK-CECB-CECE wurde die Schallgrenze von fast 80'000 GEAK und 25'000 GEAK Plus erreicht. Dafür möchte ich mich herzlich bei Ihnen bedanken.

Im Mai dieses Jahres haben wir die öffentliche GEAK-Webseite aufgeschaltet und damit ein längst fälliges Ziel in Angriff genommen. Mit der neuen Webseite wollen wir GEAK-Experte, Fachstellen, Behörden, Fachpersonen, Liegenschaftsbesitzer sowie Interessierte ansprechen und nützliche Informationen zum und über den Verein anbieten. In einer ersten Phase werden wir regelmässig 4-6 Newsletter pro Jahr aufbereiten und versenden. Neuste Informationen betreffend Organisation, Technik und Berechnungs-Tool sowie über die Schwerpunktthemen Qualitätssicherung, Zertifizierung und Weiterbildung bilden die Basis. Praxisbeispiele aus der herausfordernden Arbeit der GEAK-Expertinnen und weiterführende Fachberichte sollen den Lesenden einen interessanten Einblick liefern.

Der GEAK ist das konkrete Instrument zur Umsetzung der Energiestrategie 2050.
Ein Versprechen, das wir konsequent umsetzen wollen und uns dafür täglich engagieren. An dieser Stelle vielen Dank an die GEAK-Experten und Expertinnen für die wertvolle Unterstützung vieler Liegenschaftsbesitzer sowie an die Mitarbeitenden der Energiefachstellen für ihre langjährige Zusammenarbeit.

Viel Freude bei der Lektüre und ich freue mich auf einen lebhaften Dialog.

Beste Grüsse

Eric Brandt
Geschäftsführer Verein GEAK-CECB-CECE

Interview

Was hat der GEAK für einen Stellenwert in der Energiepolitik und wo siehst du liefert der GEAK seinen Beitrag?

Der Schweizer Gebäudepark ist mitverantwortlich für den CO2-Ausstoss und der Energiebedarf kann durch sein Effizienzpotenzial wesentlich reduziert werden. Die drei GEAK Produkte - GEAK Neubau, GEAK, GEAK Plus (Beratungsbericht) – bilden den Lebenszyklus eines Gebäudes ab. Der GEAK bildet die Grundlage für viele Energetische Beurteilungen eines Gebäudes und lässt sich einfach mit weiteren Standards wie z.B. Minergie kombinieren.

Welche Rolle muss die Wirtschaft einnehmen, damit das Potenzial der Energieeffizienz im Gebäudesektor umgesetzt wird?

Die Wirtschaft macht bereits vieles und darf ruhig noch zielstrebiger vorangehen. Als Innovationsweltmeister haben wir das Zeug als Vorreiter die Energiepolitik zu bestimmen. Eine gute Fussballmannschaft zu haben ist das
Eine, raus gehen aufs Feld und spielen eröffnet uns die Möglichkeit zu beweisen oder gar zu gewinnen. Gehen wir aufs Feld!

Ich bin überzeugt, dass sich erneuerbare Energien, effiziente Gebäudetechnik und kombinierte Mobilität durchsetzt. Dieses Projekt erfordert das Engagement der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie verbindliche Ziele. Mein persönliches Ziel: Jedes Gebäude ein GEAK.

Jedes Gebäude ein GEAK, warum?

Der GEAK ist ein Markttransparenz Instrument und liefert die notwendige Entscheidungsinformationen. Ist die Information betreffend Energiebedarf und Effizienz einmal vorhanden, erlaubt dies eine Beurteilung des Gebäudeparks. Daraus abgeleitet können gezielte Verbesserungsmassnahmen abgeleitet und Ziele der Energiestrategie 2050 umgesetzt werden.

Was empfiehlst du Gebäudeeigentümern, wenn ein Sanierungsbedarf ansteht?

Ich besitze ein Einfamilienhaus Baujahr 1976 und bin mir der finanziellen Herausforderungen sehr bewusst. Daher empfehle ich, eine GEAK-Expertin oder einen GEAK-Experten auszuwählen. Der GEAK liefert eine fundierte Zustandsbeurteilung und ist die Grundlage für den Sanierungsbedarf. Mit dem GEAK Beratungsbericht erhalte ich zudem sinnvolle Sanierungsvarianten und meine finanziellen Möglichkeiten werden berücksichtigt.


Zur Person

Eric Brandt, Geschäftsleiter GEAKEric Brandt, Geschäftsleiter des Vereins GEAK-CECB-CECE seit Dezember 2017, ist gelernter Bauzeichner und hat Bauingenieurwesen in Bern studiert. Er hat sich im Laufe seiner beruflichen Tätigkeit stets weitergebildet und zum Betriebswirtschaftler, Projektmanager und Coach entwickelt. Seine Berufserfahrung hat er in verschiedenen Unternehmungen und Organisationen erlangt, wo er stets eine aktive Rolle im Spannungsfeld von Wirtschaft, Verwaltung und Politik übernommen hat. Seit mehreren Jahren engagiert er sich intensiv in den Themenbereichen Mobilität, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, erneuerbare Energie und konkret für eine zukunftsfähige Schweizer Wirtschaft.